Woanders
Mixed Media
50 x 70 cm, gerahmt

Annekatrin Pischelt

Annekatrin Pischelt’s vibrant artwork “Woanders” stands as a bold statement on the nature of femininity and the essence of being. Her artistic journey, deeply rooted in the exploration of the female condition, whether through painting, graphics, or photography, delves into the multifaceted experiences of being a woman. From Berlin, Pischelt brings to the canvas a world that questions conventional notions of beauty, functionality, and communication associated with womanhood, often challenging the established narratives.

Her approach is introspective and innovative, drawing from within and inspired by nature to represent themes such as the break from outdated structures, symbolized by the green hair of the subject in “Woanders,” which also denotes a connection to nature. Pischelt’s commitment to capturing the unnoticed or undervalued aligns with the Salon de Refusées’ mission, offering a platform for works that compel us to reconsider the visibility and roles of women in society and art.

Meine Kunstwerke zeige ich gerne öffentlich. Die Reaktionen der Betrachter gehören für mich zu meinem Werk. Werden meine Malereien, Zeichnungen, Fotos, Grafiken oder digitale Arbeiten für eine Ausstellung abgelehnt, aus welchen Gründen auch immer, bin ich enttäuscht. Ohne Präsentation in einem angemessenen öffentlichen Rahmen habe ich mein Werk schließlich nicht vollendet. Das macht mich unzufrieden. Ich versuche dies in eine positive kreative Suche nach einer weiteren Ausstellungsmöglichkeit umzuwandeln.

Die Bewerbungsprozesse kosten mir viel Zeit und Kraft. Oft wünsche ich mir deshalb einfache Lösungen für Ausstellungsausschreibungen, um mich stärker auf meine kreativen Arbeit als Künstlerin konzentrieren zu können. Doch ohne diese Ausschreibungsarbeit könnte ich schließlich nicht ausstellen.

Da ich am Salon des Refusés teilnehme, ist klar, eine Jury hat mich bei einer Ausstellungsausschreibung zurückgewiesen. Doch ich bin nicht alleine. Ist meine Teilnahme hier ein negatives Signal an Sammler und Galerien? Zumindest aus dem Salon des Refusés von 1863 gingen die Zurückgewiesenen am Ende erfolgreich hervor.

Als Künstlerin muss ich mit Zurückweisungen umgehen. Der Salon gibt mir die Chance, in einer solchen Situation nicht allein zu sein. Er bietet uns Künstlerinnen eine gemeinsame Plattform, auf der wir unsere Werke öffentlich präsentieren können. Das ist eine große Leistung und es erfüllt mich mit Dankbarkeit.

Offensichtlich gibt es in Berlin mehr professionelle bildende Künstler*innen als Ausstellungsmöglichkeiten. Dabei gäbe es aus meiner Sicht auch Seitens des Landes Berlin die Aufgabe und die Möglichkeit, Künstler*innen bei der Präsentation ihrer Kunst zu unterstützen.

Die Ausstellungen in kommunalen Galerien dauern bislang in der Regel drei Monate, in sehr wenigen Ausnahmefällen einen Monat, zwei oder vier Monate. Man könnte die Ausstellungsdauer generell auf einen bzw. zwei Monate verkürzen und hätte so die Möglichkeit weitere Künstler*innen, auch in Gruppenausstellungen, zu präsentieren. (Danke an den BBK für die Zusammenstellung der kommunalen Galerien)

Ich halte es zudem für dringend notwendig, dass mehr weibliche Künstler*innen der Gegenwart in kommunalen und staatlich finanzierten Museen und Galerien angekauft und ausgestellt werden. Bis auf ganz wenige Ausnahmen liegt der Prozentsatz von weiblichen Künstler*innen in Berlin sowie deutschlandweit deutlich unter 50%. Ausstellungen von zeitgenössischen Künstlerinnen sind wichtig, um die Gendergerechtigkeit in der bildenden Kunst zu erreichen.

– Annekatrin Pischelt aka Annebaerlin

SALON DE REFUSÉES

The "Salon de Refusées" is an art initiative inspired by the historic 1863 Paris exhibition. It's a platform celebrating female (read) artists who've faced rejection, turning exclusion into empowerment. Our project is dedicated to showcasing art in its most authentic form, creating a space where diverse voices and stories are seen and revered. Join us in this artistic uprising, where each piece adds to our resilience and the unyielding spirit of creativity.