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Die Sphäre – Ausstellung vom 7. – 11. Oktober 2020 ab 19 Uhr
in der Taborkirche: Taborstraße 17, 10997 Berlin (Link zu Google Maps)
Eintritt: 5 €

Es gibt ein simples mathematisches Prinzip, das besagt, dass sich die Unendlichkeit in
einer Sphäre reflektieren lässt. Je näher man dem Mittelpunkt der Sphäre kommt, desto
näher kommt man der Unendlichkeit im Außen. Das ist die Grundidee für unsere
Installation, bei der wir die Elemente Licht, Wasser, Ton und Glas verwenden.

Lichter leuchten wie Sterne durch mit Wasser gefüllte Glaskugeln, die zwischen den
Säulen an Drahtschnüren hängen. Die Bänke sind verhüllt aus einem Meer aus weißen
Material, dass das Muster des Lichter – Wasser Spiels reflektiert. Auch der Lichthof an
dem höchsten Punkt des Kirchenschiffes kann erstrahlen, wodurch ein eindrucksvoller
Lichtkegel auf den Grund der Kirche entsteht. Die Beleuchtung wird unter Benutzung
neuer Medien live von einem der Lichtkünstler gesteuert. Sie interagiert mit den Klängen,
die ebenfalls live gespielt werden. Der Besucher bewegt sich somit in einem Meer der
Reflexion, Licht und meditativen und experimentelle Tönen die elektronisch, mit
akustischen Instrumenten und mit der Stimme erzeugt werden. Von Organist bis Gesang
und ambient Klängen setzten sich die fünf Musiker mit dieser speziellen Akustik
auseinander. So soll dieser Raum fünf Nächte lang für ein paar Stunden durch dieses
Medium in eine fremde Welt verwandelt werden. Wir, ein Team, zusammen gesetzt aus
verschiedenen Ecken der Welt und kulturellen Hintergründen interessiert es Räume zu
verwandeln und Orte zu kreieren in denen ein kontemplatives und sinnliches Miteinander
möglich ist. So haben wir mit der Taborgemeinde Kontakt aufgenommen und wollen
diesen Raum öffnen und auch für Menschen, die sonst nicht in die Kirche kommen
würden. Der Raum wird so neu erfahrbar gemacht. Denn Berlin als urbanes Zentrum ist
geprägt von Mangel an Platz: Menschen suchen nach Wohnraum, Ateliers oder Studios
für verschiedene Zwecke des Ausdrucks und Integration. Wie kann es da sein, dass
zugleich viele Kirchen zu großen Teilen leer stehen oder ungenutzt sind? Wir möchten
diesen Raum gerade auch für junge Menschen, die sonst mit der Kirche nichts zu tun
haben, erschließen. Zugleich bietet so ein Kunstprojekt in Zeiten von Isolation einen Ort
der Andacht und des Staunens in Gemeinschaft. Mit ruhiger Musik im Einklang mit Licht,
ohne Worte soll hier ein meditativer Begegnungsraum entstehen.

Pressetext